Bayern, "Grüß Gott"

„Grüß Gott“ – bayrisch inkorrekt

In Franken und Bayern sagt man, ähnlich wie in Teilen Baden-Würtembergs zur Begrüßung „Grüß Gott“.

Ab 1. Januar 2018 soll diese Form der Begrüßung nun in Bayern abgeschafft werden und durch ein einfaches „Guten Tag“, „Hallo“ oder ein arabisches „يوم جيد“ ersetzt werden.

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Für den Norddeutschen klingt diese Kontaktaufnahme nicht nur fremdartig, sondern auch sinnentleert.

Was will ein „Grüß Gott“ sagen? Wird durch die Ansprache dazu aufgerufen, Gott zu grüßen? Warum grüßt der Ansprechende Gott nicht selbst? Kann er es nicht und warum braucht er einen Partner dazu? Wer grüßt denn den Angesprochenen? Oder handelt es sich um eine Aufforderung, vom Diesseits ins Jenseits zu wechseln, um vor Ort schöne Grüße auszurichten?

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SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi hatte die Idee in der „Bild am Sonntag“ als „komplett bescheuerten Vorschlag“ bezeichnet.

Nun die Kehrtwende um der bajuwarischen Correctness (auf deutsch: Korrektheit) wegen mit dem Scheinargument der Integration.

Auch wenn dieser Artikel nur meiner Phantasie entspricht, so kann er zum Nachdenken anregen.

 

 

Foto: Von Softeis – work of Softeis, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=1350923

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